Falls Sie zur Meldoie mitsingen möchten:
Hinweis zur Melodie:
Bei manchen Spieluhren haben wir den gesamten Liedertext angegeben. Bei den Spieluhrwerken handelt es sich um mechanische Melodieboxen.
Die Walzen der Spieluhren, von welcher die Musik abgespielt werden, sind nicht so dick, als dass jede Wiederholung darauf passen würde. Daher sind sämtliche Melodien leicht gekürzt. In unserem Geschäft in Essen ist dies bislang kaum einem Kunden aufgefallen, der sie probehalber aufgezogen hat um sich die Melodie anzuhören.
Sicher werden auch Sie viel Freude daran haben und den Liedertext nach Ihren eigenen Wünschen ein wenig kürzen. So können Sie dann dennoch mitsingen.
Guter Mond du gehst so stille...
Guter Mond, du gehst so stille
durch die Abendwolken hin.
Deines Schöpfers weiser Wille
heiß auf jene Bahn dich zieh'n.
Leuchte freundlich jedem Müden
in das stille Kämmerlein.
Und Dein Schimmer gieße Frieden
ins bedrängte Herz hinein!
Guter Mond, o gieße Frieden
in das arme Menschenherz.
Wende von dem Schmerz hienieden
unsre Seele himmelwärts.
Mild und freundlich schaust du nieder
von des Himmels blauem Zelt
und es tonen unsre Lieder
hell hinauf zum Herrn der Welt.
Guter Mond du wandelst leise
an dem blauen Himmelszelt,
wo dich Gott zu seinem preise
hat als Leuchte hingestellt.
Blicke traulich zu uns nieder
durch die Nacht aufs Erdenrund.
Als ein treuer Menschenhüter
tust du Gottes Liebe kund.
Guter Mond, du gehst so stille
in den Abendwolken hin,
bist so ruhig und ich fühle,
dass ich ohne Ruhe bin.
Traurig folgen meine Blicke
deiner stillen, heitern Bahn.
O wie hart ist mein Geschicke,
dass ich dir nicht folgen kann.
Guter Mond, dir will ich's sagen,
was mein banges Herze kränkt,
und an wen mit bittren Klagen,
die betrübte Seele denkt!
Guter Mond, du kannst es wissen,
weil du so verschwiegen bist,
warum meine Tränen fließen
und mein Herz so traurig ist.
Ach, dass auch in unsere Herzen
Himmelsruhe zöge ein,
dass wir immer frei von Schmerzen,
stets zufrieden möchten sein!
Sanft umströmet uns dein Schimmer,
klarer milder Mondenschein.
Menschenherz, o dass du immer
wärst wie dieses Licht so rein!
Text: Karl Enslin (1819-1875)